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Klima & Energie

IHK-Energiewende-Barometer 2025

Die Unternehmen in Deutschland bekennen sich mit deutlicher Mehrheit zu den Klimaschutzzielen. 89 Prozent der Unternehmen haben sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein. Die Betriebe können die Transformation aber nur stemmen, wenn sie dadurch nicht ihre Wettbewerbsfähigkeit einbüßen. Das sind zentrale Ergebnisse des „Energiewende-Barometers 2025“ der IHK-Organisation. Über 3.600 Unternehmen aller Branchen haben sich bundesweit daran beteiligt, darunter 31 aus Lippe.

Das „Energiewende-Barometer“ steht weiterhin auf Tiefdruck: Auf einer Skala von minus 100 (sehr negativ) bis plus 100 (sehr positiv) beurteilen die Betriebe die Energiewende 2025 im Schnitt mit einem Wert von minus 8,3. Damit ist die Sicht auf die Energiewende nicht mehr ganz so skeptisch wie im Vorjahr (minus 20). 36 Prozent der Unternehmen sagen aus, dass sich die Energiewende negativ auswirke. In der Industrie ist das Ergebnis noch schlechter: So fühlen sich NRW-weit 61 Prozent und in Lippe sogar 64 Prozent negativ beeinträchtigt.

Die hohen Energiepreise sind für die Betriebe weiterhin ein Thema. Etwa die Hälfte berichtet von gestiegenen Preisen für Strom und Wärme in den vergangenen zwölf Monaten. 41 Prozent aller Unternehmen und sogar 63 Prozent der Industriebetriebe sehen sich durch die hohen Energiepreise vor allem gegenüber ihren internationalen Konkurrenten benachteiligt. 37 Prozent der befragten Industrieunternehmen haben ihre Produktion heruntergefahren, verlagern Kapazitäten ins Ausland oder planen dies. Inzwischen schränkt mehr als jedes zweite große Industrieunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern (59 Prozent) aufgrund der hohen Energiekosten seine Produktion im Inland ein beziehungsweise plant, dies zu tun.

 

   

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