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Eine Schallplatte zu jeder Maschine …

In seiner Garage gründete Wilhelm Lehbrink im Jahr 1950 die Maschinenfabrik W. Lehbrink GmbH & Co. KG. Die Geschäftsidee: Im Herzen der Möbelindustrie gebrauchte Holzbearbeitungsmaschinen aufbereiten. Dabei blieb es nicht. Bald setzte er auf individuell nach Kundenwünschen gefertigte Spezialmaschinen. Das Unternehmen wuchs: 1953 und 1967 wurden zwei Hallen gebaut. 1983 stieg Schwiegersohn Hans-Jürgen Burow ins Unternehmen ein.

Wilhelm Lehbrink brannte nicht nur für sein Unternehmen. Als aktives Mitglied im „Männergesangsverein Helpup“ legte er zwischen 1990 und 2000 jeder ausgelieferten Maschine eine Schallplatte des Vereins bei. Die Belohnung: Für die Verbreitung von „Deutschem Kulturgut im Ausland“ wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Lehbrink war aber nicht nur musikalisch, er war vor allem ein echter Tüftler. So entwickelte er einen Dübeleintreibautomaten, leider zeitgleich mit Gerhard Koch aus Bielefeld. Darüber kam es zum Rechtsstreit. Man einigte sich darauf, sich auf dem Markt nicht ins Gehege zu kommen und keine Mitarbeiter abzuwerben.

Zur ersten Zusammenarbeit der beiden Unternehmen kam es im Jahr 2000. Die Auftragslage bei Lehbrink war schlecht, Koch hingegen hatte einen Riesenauftrag und lieh sich zeitweise Mitarbeiter aus. 2005 stieg Familie Koch ins Unternehmen ein. Lehbrink zog um, zum Firmensitz von Koch. 2016 wurde das Unternehmen schließlich komplett in die Koch-Gruppe integriert.

Heute verkauft LEHBRINK Spezialmaschinen mit knapp 30 Beschäftigten komplexe, hochautomatisierte Anlagen zur Herstellung von Türen und Türzargen sowie von Möbelteilen in die ganze Welt.

   

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