Fachthema
Vom Aktienmarkt ausgetrickst oder nicht
In diesem Jahr war es keine gute Idee der alten Börsenweisheit „Sell in May and go away, but remember to come back in September“ zu folgen. Im 19. Jahrhundert verließen der Londoner Adel und die wichtigen Investoren regelmäßig im Mai die Finanzmetropole, um den Sommer auf dem Land oder woanders in Europa zu verbringen und kehrten erst im September zum Zeitpunkt des traditionellen St. Leger Stakes Galopprennnen zurück. Aufgrund der schwächeren wirtschaftlichen Aktivität und der umsatzärmeren Börse wurde damals das Sprichwort geboren: „Sell in May and go away, come back on St. Leger‘s Day.“ – Im laufenden Jahr hat es Investoren viel Geld gekostet, dieser Idee zu folgen. Der breite US-Leitindex S&P 500 hat im Halbjahr von Anfang April bis Ende September über 19 Prozent zugelegt. Wie so vielen anderen Dingen scheint Donald Trump auch der erwarteten Börsensaisonalität entgegengetreten zu sein. Die Verunsicherung durch seine Zollpolitik hatte nach anfänglich starken Kursverlusten viele Anleger aus dem Markt getrieben. Viel wichtiger als ein Timing-Versuch aufgrund saisonaler Muster ist es, generell am Aktienmarkt investiert zu sein, um die Chance auf Renditemöglichkeiten von langfristig 7 Prozent p.a. und mehr zu wahren. Wer die Schwelle erst genommen hat, ein Anfangsinvestment zu wagen, dem muss es noch gelingen, langfristig dabei zu bleiben – nur so kann nachhaltiger Vermögensaufbau gelingen. Hierbei gilt es vor allem, den Tagesgeräuschen medialer, oft negativer Informationsflut standzuhalten und dem Sachwertcharakter von Aktien als Repräsentanten der Wirtschaft zu vertrauen. Der schon zu Lebzeiten legendäre Investor Warren Buffett hat es so zusammengefasst: „The stock market is a device to transfer money from the impatient to the patient.“
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