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IHK-Praxis

Fragen und Antworten zum Weihnachtsgeschäft

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten – für den Einzelhandel sind November und Dezember besonders wichtige Monate. Rund 18,5 Prozent erzielt die Branche in diesem Zeitraum. Die Woche vor dem 4. Advent ist die umsatzstärkste im Weihnachtsgeschäft.

Wie viel Geld geben die Menschen für Geschenke aus?
Weniger als 2024. Laut einer YouGov-Umfrage planen die Menschen hierzulande im Schnitt 263 Euro für Geschenke ein – rund 34 Euro weniger als im Vorjahr.

Woher kommt die Sparsamkeit?
Das Konsumklima in Deutschland ist weiterhin schlecht. Die Sparneigung ist sogar höher als Ende 2024. Grund dafür sind die angespannte geopolitische Lage sowie wieder zunehmende Inflationsängste. Die Preissensibilität der Kunden werde das Weihnachtsgeschäft dominieren, meinen Marktforscher. So werde die Schnäppchenjagd zu einer wichtigen Disziplin beim Weihnachtseinkauf. Die Unsicherheit der Menschen sei groß, die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust nehme zu.

Was bedeutet das für die Weihnachtseinkäufe?
Laut einer Studie der Boston Consulting Group planen 58 Prozent der Verbraucher:innen, Aktionstage für den Geschenkekauf zu nutzen. Besonders gefragt sind bei den Rabattaktionen Artikel des täglichen Bedarfs, Kleidung und Elektronik. Zudem würden Kund:innen verstärkt Preise vergleichen und Käufe verschieben, die nicht zwingend notwendig sind.

Was, wann und wo wird gekauft?
Beliebte Geschenke sind Gutscheine, Spielwaren, Bücher, Kosmetika und Körperpflegeprodukte. Bekleidung, Schuhe, Bargeld und Lebensmittel werden ebenfalls oft genannt. 71 Prozent der Verbraucher:innen kaufen Geschenke im November und Dezember. Ein Drittel kauft lieber im Laden, ein Drittel online – das letzte Drittel hat keine Präferenz. Der Anteil der Kund:innen, die im Internet nach Geschenken suchen, steigt jedoch.

Was erwarten die Händler?
Viele Händler:innen blicken eher pessimistisch auf die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Zwei Drittel schätzen die Konsumstimmung schlechter ein als im Vorjahr, nur 5 Prozent besser. Für November und Dezember wird mit einem nominalen Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Bereinigt um Preissteigerungen entspräche dies nur dem Niveau von 2024.

Wie steht es um die Branche insgesamt?
Durchwachsen. Das aktuelle Jahr brachte dem Einzelhandel nicht den erhofften Aufschwung. Für 2025 rechnet die Branche inflationsbedingt nur mit einem Umsatzplus von 0,5 Prozent.

   

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