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IHK-Inside

Wirtschaftsstandort „unter Spannung“

Die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Oerlinghausen stand im Mittelpunkt des Kommunalen Wirtschaftsgesprächs. Fast 30 Unternehmerinnen und Unternehmer kamen mit der Stadtverwaltung um Bürgermeister Peter Heepmann zusammen. Im Jubiläumsjahr der 100-jährigen Stadtrechte standen Infrastruktur, Energie, Standortmarketing und die angespannte Haushaltslage im Fokus, mit klarer Botschaft der Wirtschaft: Das Standort-Bekenntnis gilt, doch es braucht einen verlässlichen Rahmen.

IHK-Vizepräsident Kai Vogelsänger unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs, um vor Ort etwas zu bewegen. Diesen regionalen Austausch brauche man, nur so könne die Kammer wirksam wirtschaftliche Interessen vertreten. Eindeutig war das Bekenntnis eines der größten Arbeitgeber der Stadt zum Standort. Alexander Hanning, Geschäftsführer bei Hanning & Kahl, machte die Erwartungen der Wirtschaft deutlich: „Wir stehen zu Oerlinghausen – das ist keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, in denen Unternehmen ihre Standortentscheidungen sorgfältig abwägen. Aber die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Die Standortfaktoren stehen unter Spannung, und wir brauchen spürbare Verbesserungen, um den Wirtschaftsstandort zu erhalten und weiterzuentwickeln.“

Bürgermeister Heepmann zog eine ehrliche Bilanz zur Lage der Bergstadt und warb zugleich um Vertrauen. Die Haushaltssicherung setze klare rechtliche Grenzen: Ein Großteil der städtischen Ausgaben entfalle auf Pflichtaufgaben, der Spielraum für eigene Gestaltung sei entsprechend begrenzt. „Oerlinghausen ist eine Stadt im Wandel – die Welt wird schnelllebiger und vernetzter, und das spüren wir auch hier. Umso wichtiger ist es, dass Verwaltung und Wirtschaft einander zuhören und gemeinsam handeln“. Er versprach, für die Investitionsfähigkeit der Stadt einzutreten, was jedoch nur gelänge, wenn man den künftigen Haushalt kritisch prüfe und an mancher Stelle gemeinsam Abstriche aushalte.

   

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