IHK-Inside
Schulterschluss für den Wirtschaftsstandort Lippe
Der Kreis Lippe und die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen und dauerhaft stärken. Bei einem Arbeitstreffen im Detmolder Kreishaus setzten die Verwaltungsspitze des Kreises Lippe sowie Landrat Meinolf Haase und die Geschäftsführung der IHK Lippe mit Hauptgeschäftsführerin Svenja Jochens den begonnenen Austausch fort und berieten über zentrale Zukunftsthemen für die Region.
Im Fokus standen die wirtschaftliche Entwicklung, berufliche Bildung, Gründungsförderung, Energieversorgung sowie der Abbau bürokratischer Hürden in Planungs- und Genehmigungsverfahren. Künftig sollen dabei auch digitale Prozesse stärker genutzt werden. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden die finanzielle Entwicklung des Kreises und deren Auswirkungen auf Kommunen, Unternehmen und die Standortentwicklung.
„Der Kreis Lippe und IHK Lippe verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wir wollen Lippe als starken, zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort weiterentwickeln. Dafür braucht es einen offenen, regelmäßigen Austausch, klare Zuständigkeiten und den gemeinsamen Willen, Themen nicht nur zu diskutieren, sondern konkret voranzubringen“, unterstrichen Landrat Haase und IHK-Hauptgeschäftsführerin Svenja Jochens die Idee der gemeinsamen Treffen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die engere Verzahnung bestehender Strukturen. Insbesondere in der Wirtschaftsförderung sollen Zuständigkeiten, Verfahren und gemeinsame Leitlinien weiter geschärft werden. Auch die Erkenntnisse aus einer gemeinsamen Veranstaltung zum Vergaberecht sollen in die weitere Zusammenarbeit einfließen.
„Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten müssen wir noch genauer hinschauen, welche Aufgaben wir gemeinsam und effizient lösen können. Für den Kreis Lippe ist entscheidend, dass wir trotz enger werdender Spielräume handlungsfähig bleiben und gemeinsam mit starken Partnern gute Rahmenbedingungen für Unternehmen, Beschäftigte, Kommunen und letztlich zum Wohle aller Lipper und Lipperinnen schaffen“, fasst Haase die Intention des Treffens zusammen.
Große Bedeutung messen beide Partner zudem der Fachkräftesicherung bei. Besprochen wurden bestehende Kooperationen in der Ausbildung und weitere Möglichkeiten gemeinsamer Aktivitäten.
„Die Unternehmen in Lippe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, gut ausgebildete Fachkräfte und schnelle, praxisnahe Lösungen. Wenn Kreis und IHK ihre Kompetenzen bündeln, können wir bspw. Themen wie Ausbildung und Entbürokratisierung wirkungsvoll voranbringen“, betont Svenja Jochens die Ziele der Kammer.
Auch die Energieversorgung spielte eine wichtige Rolle. Kreis und IHK sehen eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Energieversorgung als wesentlichen Standortfaktor. Themen waren unter anderem die weitere Vernetzung der Akteure, der Austausch zur Windenergie, regionale Plattformlösungen für OWL sowie die Perspektive einer Pilotregion im Rahmen von Green.OWL.
Um die Kooperation dauerhaft zu strukturieren, sollen die Arbeitstreffen künftig halbjährlich stattfinden. Ziel ist es, gemeinsame Projekte und abgestimmte Vorgehensweisen sichtbarer zu machen und zentrale Zukunftsthemen für Lippe partnerschaftlich voranzutreiben.



