Lippe Wissen und Wirtschaft

Fokus

Berufe live 2026

Mehr als 4.200 Besucherinnen und Besucher, 92 Aussteller und drei Tage voller Einblicke in die Arbeitswelt: Die „Berufe live 2026“ machte das Gelände der IHK Lippe erneut zum Treffpunkt für berufliche Zukunft. Jugendliche, Eltern, Schulen und Unternehmen kamen zusammen und zeigten, wie Berufsorientierung besonders gut funktioniert: durch persönliche Begegnungen. Genau darum ging es bei der „Berufe live“. Dabei stand nicht das Zuschauen im Mittelpunkt, sondern das Mitmachen. Die Jugendlichen konnten Tätigkeiten ausprobieren, Fragen stellen und mit Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Personalverantwortlichen ins Gespräch kommen. Wer einen Beruf selbst erlebt oder authentische Einblicke in den Arbeitsalltag erhält, entwickelt oft ein ganz anderes Verständnis von den eigenen Möglichkeiten.

„92 Aussteller zeigen, wie groß das Engagement der lippischen Wirtschaft für den eigenen Nachwuchs ist. Unsere Unternehmen brauchen junge Menschen, die ihre Zukunft hier in der Region sehen. Die Berufe live schafft dafür etwas, das keine Stellenanzeige ersetzen kann: den direkten Kontakt zwischen Jugendlichen und Betrieben“, betont IHK-Präsident Volker Steinbach.

Dieser persönliche Kontakt gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Ausbildungsplätze und junge Menschen finden nicht mehr selbstverständlich zueinander. „Berufsorientierung braucht Informationen – aber sie braucht vor allem Begegnungen“, sagt Martin Raithel, Abteilungsleiter Aus- und Weiterbildung/Fachkräftesicherung der IHK Lippe.

„Wenn Jugendliche mit Auszubildenden ins Gespräch kommen und einen Beruf selbst ausprobieren können, wird aus einem Berufsbild plötzlich etwas Konkretes. Genau diese Momente wollen wir mit der Berufe live schaffen.“

Von Industrie und Handel über IT, Logistik und Dienstleistungen konnten Schülerinnen und Schüler unterschiedlichste Arbeitswelten kennenlernen. Die Messe bot deshalb nicht nur Orientierung, sondern auch konkrete Perspektiven. Interessierte konnten direkt nach Praktika, Ausbildungsplätzen oder dualen Studienmöglichkeiten fragen und erste Kontakte knüpfen. Auch Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten, erhielten Informationen zu Einstiegsmöglichkeiten.

Eltern-Café: Berufsorientierung ist Familiensache

Ein fester Bestandteil der Messe war das Eltern-Café. Denn Eltern sind oft die wichtigsten Begleiter bei der Berufswahl. In persönlichen Gesprächen erhielten sie Informationen zu Ausbildungswegen, Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ziel war es, sie dabei zu unterstützen, ihre Kinder fundiert bei der Berufsentscheidung zu begleiten.

Drei Tage, die über die Messe hinauswirken

Für die Unternehmen ist dieses Engagement zugleich eine Investition in den eigenen Fachkräftenachwuchs. Die eigentliche Wirkung der Messe beginnt oft erst nach den drei Veranstaltungstagen – mit neuen Kontakten, konkreten Perspektiven und im besten Fall dem Start in eine Ausbildung.

   

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