IHK-Inside
NRW-Arbeitsminister Laumann besucht SOLLICH
Ausbildung öffnet Wege
Im Rahmen seiner Ausbildungstour besuchte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann den Maschinen- und Anlagenbauer SOLLICH in Bad Salzuflen. In der Ausbildungswerkstatt tauschte sich der gelernte Maschinenschlosser mit Auszubildenden, Ausbildern und der Unternehmensleitung über die Chancen beruflicher Bildung und die Fachkräftesicherung aus.
SOLLICH setzt seit Jahrzehnten auf die Ausbildung eigener Fachkräfte. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeitende und bildet aktuell 23 junge Menschen in sieben Berufen aus. Zum 1. September starten neun weitere Auszubildende. „Als Familienunternehmen denken wir nicht in kurzen Zeiträumen, sondern in Generationen. Dazu gehört für uns seit jeher, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben und unsere Fachkräfte von morgen selbst auszubilden“, sagt Thomas Sollich, Geschäftsführer der SOLLICH KG.
Wie vielfältig die Entwicklungsmöglichkeiten nach einer Ausbildung sind, zeigen ehemalige Auszubildende, die heute verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen oder ein kooperatives Studium absolvieren. Für Svenja Jochens, Hauptgeschäftsführerin der IHK Lippe, ist klar: „Wir müssen jungen Menschen und ihren Eltern viel deutlicher zeigen, wohin eine Ausbildung führen kann. Ausbildung bedeutet nicht, sich mit 16 oder 17 Jahren auf einen einzigen Weg für das gesamte Berufsleben festzulegen. Sie schafft eine berufliche Grundlage, auf der sich viele weitere Entwicklungsschritte aufbauen lassen.“ Unternehmen wie SOLLICH machten die Chancen beruflicher Bildung sichtbar.
IHK wirbt für Fortsetzung der „Passgenauen Besetzung“
Beim Besuch des Ministers machte die IHK Lippe außerdem auf die Bedeutung des Bundesprogramms „Passgenaue Besetzung“ aufmerksam. Im Gespräch mit Laumann sprach Jochens über die geplante Einstellung der Förderung nach 2027. „Gerade in Zeiten, in denen Unternehmen große Schwierigkeiten haben, Ausbildungsplätze zu besetzen, brauchen wir Instrumente, die junge Menschen und Betriebe erfolgreich zusammenbringen“, betonte Jochens. Bundesweit konnten 2025 rund 5.000 Ausbildungsstellen durch das Programm besetzt werden.
Auch in Lippe unterstützt die IHK Jugendliche bei der Berufsorientierung und vermittelt sie gezielt an passende Ausbildungsbetriebe. Nach Einschätzung der Kammer würden ohne dieses Angebot jährlich mindestens 50 Ausbildungsplätze, vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen, unbesetzt bleiben. Die IHK setzt sich deshalb für eine Fortführung des Programms als wichtigen Baustein der Fachkräftesicherung ein.



